EPAL: ISPM 15 für alle Neupaletten

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EPAL: ISPM 15 für alle Neupaletten
Konjunktur: Bei Exportverpackungen steht der Abschwung noch bevor
Ab dem 1. Januar 2010 werden alle neu heiestelIten Europaletten der EPAL-Lizenznehmer den weltwerten Exportstandard ISPM 15 erfüllen. Der Europalettenpool mit EPAL als größtem Lizenznehmer ist damit der erste Tauschpalettenpool, der den weltweiten Standard schon vor der verbindlichen Verpflichtung freiwillig anwendet, gab EPAL anlässlich der FachPack bekannt. ISPM 15 ist ein internationaler Standard der Welthandelsorganisafron WTO. Ziel ist es, die weltweite Verbreitung von Schädlingen, die sich versteckt in den Holzverpackungen befinden, zu verhindern. Dafür müssen die Holzverpackungen und Peietten im internationalen Handel entrindet, hitzebehandelt und entsprechend markiert worden sein. ISPM 15 sieht alternativ auch die Behandlung mit Methylbromld vor, dIe allerdings für Europaletteri prinzipiell verboten ist. Der Standard gilt aktuell in der EU, der Schweiz, den USA und Kanada. China, Indien, Japan und weiteren Ländern Asiens, in vielen Ländern Mittel- und Südamerikas, Afrikas und Nahost sowie in Australien und Neuseeland.
Angesichts der möglichen Lebensdauer von Paletten wird es voraussichtlich in zehn Jahren keine EPAL-Ladungsträger mehr geben, die nicht dem ISPM 1 5-Standard entsprechen.
Im Zuge der Einführung des ISPM 15-Standards wird zum 1. Januar 2010 auch der Elnbrand am Mitteiklotz der Eixopaletten verändert. Er enthält in einem Rechteck die Länderkennzeichnung (z.B. DE für Deutschland) und die Kennung für die Region (z.B. BW für Baden-Württemberg). Darunter stehen HT für „heat treated“ iitzebehandelt) und DB für „debarked“ (entrledet). Links daneben befindet sich das Logo der International Plant Protectlon Conventlon (IPPC), unter dem Rechteck stehen künftig das DB-Zeichen sowie die Regletrlernummei die durch das reglonaie Pflanzenschutzamt vefüeben wird.
Holzverpacker trotzen der Krise
Die Weltwirtschaftskrise hat Ende 2008 und 2009 auch die Hersteller von Paletten und Holzverpackungen schwer getroffen. Laut dem Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE), Bonn, haben die HPE-Mitgliedsunternehmen Im laufenden Jahr Einbrüche im zweistelligen Bereich hinnehmen müssen. Ailerdlngs müsse man relativieren, dass die Vergleichsjahre 2007 und 2008 von einer überhitzten Konjunktur geprägt waren, betonte Slegfrlecl von Lauvenberg, Geschäftsführer des HPE.
Dabei haben die Unternehmen je nach Ausrichtung unterschiedlich stark unter der Entwicklung gelitten. Bei den Sonderpaletten habe es geringere Preiseinbußen gegeben; der Nachfrageeinbruch bei den Lieferanten
der Automobilindustne war deutlich größer als bei Herstellern, deren Paletten zum Transport von Konsumgütern eingesetzt wurden. Eine Verbesserung der Gesamtsituation ist laut von Lauvenberg nicht vor dem zweiten Quartal 2010 in Sicht.
Einen anderen Konjunkturvertauf verzeichnen die Anbieter von Holzverpackungen, deren Hauptkunde in Deutschland der exportstarke Maschinen- und Aniagenbau ist. Bislang habe sich in diesem Bereich die Knse kaum spürbar gemacht. „Es gibt Unternehmen, die heute noch voll arbeiten“, erläuterte von Lauvenberg.
Der Maschinenbau hatte, als die Krise einsetzte, noch einen Auftragsbestand von zwei Jahren, der aktuell abgearbeitet wird. Allerdings verzeichnet auch der Maschinen- und Anlagenbau ein Nachfrageloch: Aufträge werden verschoben oder ganz storniert. Sobald die Bestandsaufträge abgearbeitet sind, kommt wenig nach. Es ist daher zu erwarten, dass Holzverpackungsanbieter das Schlimmste noch vor sich haben. Der HPE geht davon aus, dass 2010 für die Branche deutlich schlechter ausfallen wird als 2009.
Insgesamt schlagen sich die Mitgliedsunternehmen des HPE tapfer In der Krise. Es sei bislang kaum zu insolvenzen oder betriebsbedingten Kündlgungen gekommen, betont von Lauvenberg. Dies sei auf die Aufstellung der Unternehmen zurückzuführen, die flexibel genug seien, sich auf die neue wIrtschaftliche Situation einzustellen. Ein negativer Faktor sei allerdings die aktuell spürbare „künstliche Mgebotsverknappung“ seitens der Schnittholz eferanten, um höhere Preise durohzusetzerr, kritisiert der HPE in einer Meldung.
Die eigentliche Gefahr, die von der Krise ausgeht, Ist, dass der Branche die Kunden wegbrechen, so von Lauverberg. Insolvenzen, Fusionen oder ksverIagerungen auf andere KontInente drohen. Auf Vrksvet1age- rtrgeri können die Hotzverpackerln gewIssen Grenzen reagieren, Indem sie Zweigbetriebe am neuen Kundenstandort eröffnen oder Partnerschaften mit lokalen Holzverpackungsunternehmen starten.
Wichtig sei daher, das Angebot der Holzverpackungahersteller an die neuen Markt- bedingungen anzupassen. Eine Lösung für die HPE-Mltglieder bestehe darin, das logistische Angebot zu erweitern oder zu einem
Komplettpaket auszubauen. Einige Unternehmen hätten Ihr Dlenstlelstungsspektrum bereits deutlich erweitert und bieten nun umfassende Verpackungsberatung, Kon‘osionsschutz, containergerechtes Verpacken und Stauen, Einlagerung, Kommissionieren, Erstellen von Versanddokumenten, Vermittlung der Transportdienstleistung, Statikprüfungen, Ladungssicherung und weitere Dienste. ci