EPAL trennt sich von UIC

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Ab Mai ist SCHLUSS!

EPAL

Die Qualität des EPAL Europalettenpools und die Sicherheit von Mitarbeitern, Waren und Logistikprozessen haben oberste Priorität. Daher die dringende Handlungsempfehlung der EPAL: Tausch von EPAL Europaletten gegen UIC/EUR-Paletten einstellen

Die EPAL beschließt das Ende der Tauschvereinbarung mit der UIC zum 01.05.2017

Am 21. Februar 2017 hat der Vorstand der European Pallet Association e.V. (EPAL) einstimmig die Beendigung der Tauschvereinbarung zwischen EPAL und der Rail Cargo Austria AG (RCA) zum 01.05.2017 beschlossen. Die Vereinbarung zwischen der EPAL und der RCA/UIC die Paletten untereinander zu tauschen ist somit hinfällig.

Die EPAL empfiehlt daher den Tausch von UIC/EUR - Paletten einzustellen. Begründet wird dieser Schritt mit wesentlichen Mängeln der Organistion des Tauschpools durch die UIC, u.a. in den Bereichen der Qualitätssicherung und Bekämpfung des Imports von gefälschten UIC/EUR-Paletten in die EU.

Zur Vermeidung von Nachteilen für Verwender gelten für den Tausch von UIC/EUR-Paletten, die bis Ende Febraur 2017 produziert worden sind, angemessene Übergangsfristen.

Martin Leibrandt, CEO der EPAL, mahnt eindringlich: „EPAL vermag nicht länger zu gewährleisten, dass UIC/EUR-Paletten den Anforderungen entsprechen, die Industrie, Handel und Logistik zu Recht an die Qualität und die Sicherheit von EPAL Europaletten stellen. Insbesondere der unkontrollierte Import von gefälschten UIC/EUR-Paletten gefährdet die Qualität und die Sicherheit des EPAL Europalettenpools. Laut Recherchen der EPAL sind über 4 Millionen gefälschte UIC/EUR-Paletten aus der Ukraine im Markt und es werden stetig mehr. Vornehmlich osteuropäische Banden setzen verstärkt auf die Fälschung von UIC/EUR-Paletten, da das Fälschen von EPAL Europaletten aufgrund der gemeinsamen Aktivitäten von EPAL, Zollbehörden und Rechtsanwälten riskant geworden ist. EPAL übernimmt Verantwortung für die Qualität und die Sicherheit des EPAL Europalettenpools. Darauf können sich Industrie, Handel und Logistik verlassen.“

Die Organisation des Tauschpools und die international einheitliche Qualitätssicherung wird allein durch EPAL getragen

Seit Abschluss der Tauschvereinbarung zwischen EPAL und der UIC im Oktober 2014 sind von Seiten der UIC keine den Aktivitäten der EPAL vergleichbaren Maßnahmen zum Schutz von Qualität und Sicherheit der UIC/EUR-Paletten unternommen worden. In vielen Ländern fehlt es an jeder Organistion des Tauschpools durch die UIC. Zugleich hat die UIC in 2,5-jährigen Verhandlungen das Angebot der EPAL abgelehnt, die Organisation von Qualitätssicherung und Markenschutz für UIC/EUR-Paletten zu übernehmen. Angesichts der negativen Konsequenzen dieser Haltung der UIC sieht EPAL sich nicht länger in der Lage, die Empfehlung zum Tausch von EPAL Europaletten und UIC/EUR-Paletten fortzusetzen. Die Beendigung der Tauschvereinbarung ist aus der Sicht der EPAL die einzige Möglichkeit, die Qualität und die Sicherheit des EPAL Europalettenpools auch in der Zukunft effektiv zu schützen.

EPAL empfiehlt daher zum Schutz der Sicherheit von Mitarbeitern, Waren und Logistikprozessen künftig ausschließlich EPAL Europaletten einzusetzen und zu tauschen.

Die Empfehlung, den Tausch zwischen EPAL-Europaletten und UIC-Paletten einzustellen, gilt ab dem 1.5.2017. Die bisher geltende Empfehlung, dass auch Paletten mit der Kennzeichnung "EUR (UIC, MAV, CD, ADUF, Green Cargo etc.) getauscht werden können, gilt weiterhin, jedoch befristet bis zum 31.12.2021 und beschränkt auf solche Paletten, die bis zum 28.2.2017 unter strikter Einhaltung der UIC-Merkblätter 435-2 bis 435-6 hergestellt worden sind.