Kostenstudie Palettentausch

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Fraunhofer weitet Kostenstudie zum Palettentausch aus

Europalette

Dortmund. Aufgrund des großen Interesses an den kürzlich veröffentlichten Studienergebnissen zum Palettentausch (siehe Kasten unten) weitet das Dortmunder Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) nach Eigenen Angaben nun die Untersuchung zu diesem Thema weiter aus. Nach dem in der ersten Studie Spediteure zu den Kosten des Tausches von Europaletten und Gitterboxpaletten befragt

wurden, sind jetzt die Verlader aus der Industrie und die Empfänger aus dem Handel aufgerufen, sich an der Befragung zu beteiligen. Zeitraum der Datenerhebung sind die Monate März und April 2009. Der Fragebogen ist ab sofort unter http://www.palette.iml.fraunhofer.de verfügbar. „Wir laden alle herzlich ein, an der Studie teilzunehmen“, sagt Logistikexperte Jens Hoffmann vom Fraunhofer IML. Die Teilnehmer der Studie erhalten kostenlos eine Auswertung der Benchmark-Daten zugesandt.



Im Februar hatte das Fraunhofer IML zusammen mit dem Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) eine Kostenanalyse zum aktuellen Palettentauschverfahren veröffentlicht. Der Schwerpunkt der Analyse lag hierbei auf den Kosten, die Spediteure im Sammelgutbereich tragen. Laut Studie kostet der Tausch einer Euroflachpalette ein Speditionsunternehmen etwa 2,50 Euro. Im Bereich der Gitterboxpalette liegen sie bei zirka acht Euro.

Die Europalette als Transport- und Ladehilfsmittel habe sich seit Jahrzehnten bewährt, so das Fraunhofer IML. Jedoch stiegen die Kosten des Palettentausches kontinuierlich an. Das offene Tauschsystem verursache beispielsweise hohe Administrationskosten für das Führen von Palettenkonten sowie steigende Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen durch mangelnde Palettenqualitäten. Bisher gebe aber keine Transparenz durch die beim Tausch anfallenden Kosten. An dieser Stelle so die Studie, die Ende Juni veröffentlicht wird, Abhilfe schaffen. (ak)

quelle: http://www.verkehrsrundschau.de