Spedition dringt auf Tauschgebühr

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31.01.09 | Die deutschen Spediteure müssen Palettenkosten an die Auftraggeber weiterbelasten. Das forderte Heiner Rogge, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV), auf dem 9. DVZ-Palettensymposium am Donnerstag in Frankfurt/Main. Einer DSLV-Studie zufolge kostet ein Palettentausch zwischen 2,49 und 3,01 EUR.


Rogge kündigte außerdem an, die Vereinigung der Sammelladungsspediteure (Versa) werde in Kürze aktiv werden. In der Versa-Sammelgutempfehlung ist ein Preis von 2,60 EUR pro Palettentausch vorgesehen. „Die Studie belegt, dass diese Kosten der Realität entsprechen“, unterstrich der DSLV-Hauptgeschäftsführer.

Die Kooperation CargoLine will die Palettengebühr bereits zum 1. März einführen. Das wurde am Rande der Veranstaltung deutlich. Am 12. Februar soll hierüber entschieden werden. Gleiche Pläne gibt es auch bei der Kooperation 24plus. In den Rechnungen soll eine Extraposition „Palettentausch“ aufgeführt werden.

Sollte sich die Palettentauschgebühr nicht durchsetzen, fordern Spediteure den Ausstieg aus dem Palettentausch. Wolfgang Römer, Geschäftsführer der Spedition Bursped, Hamburg, sprach damit im Namen der Kooperation CargoLine mit über 45 Depots in ganz Deutschland. Diese Forderung werde „massiv unterstützt“ vom Verein der Hamburger Spediteure mit 18 Sammelgutspediteuren, zudem 18 Niederlassungen der Spedition Emons und weiteren Speditionen aus den Kooperationen IDS und 24plus. Auch die Speditionsverbände in Hessen und Baden-Württemberg erwägen dann den Ausstieg aus dem Tauschverfahren.

Verständnis für das Verkehrsgewerbe äußerte Albert Blum, Leiter Zentrales Verkehrswesen bei BSH-Bosch und Siemens Hausgeräte in München. BSH sei aus eigenem Interesse an einem reibungslosen Tausch in der gesamten Logistikkette interessiert. Um dies sicherzustellen, zahle BSH bereits heute Palettengebühren. Dies geschehe über die Extraposition „Palettentauschgebühr“ oder werde in den Frachtpreis eingerechnet. DVZ 31.1.2009

Quelle: www.dvz.de